Weiterbildung vom Arbeitsamt bezahlt – wer erhält eine Förderung mit einem Bildungsgutschein?
Ein Bildungsgutschein kann eine berufliche Weiterbildung oder Umschulung vollständig finanzieren. Eine Weiterbildung vom Arbeitsamt hat Voraussetzungen. Hier eine Übersicht, wer gefördert werden kann:
1. Arbeitslose Personen
- Menschen, die aktuell arbeitslos sind und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern möchten.
2. Personen mit drohender Arbeitslosigkeit
- Wer in einem Beruf arbeitet, in dem die Kündigung droht oder keine langfristige Perspektive mehr besteht.
3. Berufliche Neuorientierung
- Personen, die sich in ihrem aktuellen Job keine Zukunft vorstellen können und in eine andere Branche wechseln möchten.
4. Arbeitnehmer mit Qualifizierungsbedarf
- Beschäftigte, die durch eine Weiterbildung ihren Arbeitsplatz sichern oder ihre berufliche Situation verbessern können.
- Voraussetzung: Es muss eine konkrete Gefahr bestehen, dass der Job ohne die Qualifizierung gefährdet ist.
5. Voraussetzungen für die Förderung
- Die Weiterbildung oder Umschulung muss zertifiziert sein und von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter anerkannt werden. Das ist bei dieser Weiterbildung der Fall (AZAV-zertifiziert).
- Die Maßnahme muss nachweislich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.
Mehr Infos zum Bildungsgutschein kompakt zusammengefasst
Wer erhält eine Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz (QCG)?
Das Qualifizierungschancengesetz (QCG) wurde geschaffen, um Beschäftigte dabei zu unterstützen, sich beruflich weiterzubilden und fit für die Anforderungen des Arbeitsmarktes der Zukunft zu machen. Hier ist eine Übersicht, wer über einen Bildungsgutschein für Unternehmen gefördert werden kann:
1. Beschäftigte mit Weiterbildungsbedarf
- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine Qualifizierung benötigen, um mit den Veränderungen in ihrer Branche Schritt zu halten (z. B. durch Digitalisierung oder Automatisierung).
2. Menschen in Berufen mit Tätigkeitswandel
- Personen, deren Berufsfeld sich stark wandelt, sodass sie durch neue Technologien, Prozesse oder Anforderungen vor Herausforderungen stehen.
3. Beschäftigte ohne Berufsabschluss
- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die keinen formalen Berufsabschluss haben oder deren Ausbildung mehr als vier Jahre zurückliegt und die nicht mehr im erlernten Beruf tätig sind.
4. Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
- Besonders in Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern kann die Förderung großzügiger ausfallen, da kleine Betriebe oft geringere Ressourcen für Weiterbildung haben.
5. Langjährig Beschäftigte
- Personen, die lange im selben Job tätig waren, haben die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten aufzufrischen oder zu erweitern, um zukunftssicher zu bleiben.
Was sind die Voraussetzungen?
- Weiterbildung ist erforderlich: Die Maßnahme muss als Qualifizierung für Beschäftigte bzw. neue Kompetenzen vermitteln, die über rein arbeitsplatzbezogene Anforderungen hinausgehen.
- Anerkannte Weiterbildung: Die Weiterbildung muss bei einem zertifizierten Anbieter stattfinden. Das ist bei dieser Weiterbildung der Fall (AZAV-zertifiziert).
- Zustimmung des Arbeitgebers: Da Beschäftigte gefördert werden, erfolgt die Weiterbildung oft in Abstimmung mit dem Unternehmen, welches einen Antrag bei der Arbeitsagentur stellen muss.
Welche Kosten werden erstattet und wer beantragt?
Die Mitarbeiterqualifizierung im Unternehmen umfasst hierbei nicht nur die anteilige oder vollständige Erstattung der Fortbildungskosten, sondern auch die anteilige oder vollständige Übernahme der Lohnkosten für den Zeitraum der Weiterbildung! Eine geförderte Weiterbildung für Mitarbeiter lohnt sich also für Arbeitgeber doppelt.
Die Beantragung erfolgt entweder über den Arbeitnehmenden (dazu auf den Personalverantwortlichen oder Vorgesetzten zugehen! oder den Arbeitgebenden selbst. Lesen Sie mehr Infos zum QCG
Weitere Förderungen
Eine Förderung ist auch über den Europäischen Sozialfonds (ESF), die Deutsche Rentenversicherung (DRV) oder über regionale Förderprogramme möglich. Als Zeitsoldat:in besteht die Möglichkeit, Weiterbildungen über den Berufsförderungsdienst (BFD) zu besuchen.
Im Fernstudium Java und Software Testing lernst Du alles, was Du für Deinen Einstieg oder Deine Weiterentwicklung als Java-Programmierer:in und Softwaretester:in brauchst. Schritt für Schritt wirst Du in die objektorientierte Programmierung mit Java eingeführt – von den Grundlagen über fortgeschrittene Konzepte bis hin zur Entwicklung grafischer Benutzeroberflächen mit JavaFX.
Du arbeitest im Kurs mit modernen Entwicklungsumgebungen wie Eclipse oder IntelliJ IDEA und lernst, Programme systematisch aufzubauen. Variablen, Datentypen, Kontrollstrukturen, Arrays und Zeichenketten gehören bald ebenso zu Deinem Handwerkszeug wie Klassen, Vererbung, Polymorphie und Fehlerbehandlung. Auch Themen wie Multithreading, Dateiverarbeitung, reguläre Ausdrücke und Datenbankanbindung (SQL) kommen nicht zu kurz.
Ein besonderes Highlight der Weiterbildung ist die Integration Künstlicher Intelligenz in den Arbeitsprozess – inklusive konkreter Tools und Anwendungsszenarien für Deinen Berufsalltag.
Im Softwaretesting-Teil erhältst Du fundiertes Wissen über Testprozesse, Testverfahren und Testmanagement. Du lernst, Tests in allen Phasen des Softwareentwicklungsprozesses zu planen, durchzuführen und zu bewerten – von Unit-Tests über System- und Abnahmetests bis hin zu statischen Reviews. Außerdem wirst Du mit den Werkzeugen und Strategien der Testautomatisierung vertraut gemacht.
Das Gelernte setzt Du direkt in einer umfangreichen Projektarbeit um. Zum Abschluss bereiten wir Dich gezielt auf die international anerkannte Zertifizierung „ISTQB® Certified Tester Foundation Level“ vor – für einen starken Karriereschub.
Die Java Programmierung + Software Tester ISTQB® Weiterbildung ist mit einem Bildungsgutschein kostenlos bzw. mit dem Qualifizierungschancengesetz anteilig bis kostenfrei förderbar.
Im Rahmen der Fortbildung werden umfassende Kenntnisse in der objektorientierten Programmierung mit Java sowie im professionellen Softwaretesten vermittelt. Die Teilnehmenden werden schrittweise mit den allgemeinen Grundlagen der Programmiersprache Java vertraut gemacht. Dazu zählen die Nutzung integrierter Entwicklungsumgebungen wie Eclipse oder IntelliJ IDEA, der grundlegende Aufbau von Programmen inklusive der Verwendung von Sprachelementen, Anweisungen und Methoden, sowie der Umgang mit Variablen, Datentypen (primitive und Referenztypen), Gültigkeitsbereichen und Aufzählungstypen. Zudem wird die Dokumentation mittels JavaDoc eingeführt.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Einsatz Künstlicher Intelligenz im beruflichen Alltag, wobei konkrete Technologien vorgestellt und deren Anwendungsmöglichkeiten erläutert werden.
Im Anschluss werden grundlegende Sprachkonzepte behandelt. Dazu gehört die schrittweise Entwicklung konsolenbasierter Programme, die Ein- und Ausgabe, der Einsatz von Operatoren (arithmetisch, logisch, bitweise), die Typkonvertierung sowie der Umgang mit Arrays, Zeichenketten und Kontrollstrukturen wie Schleifen und Verzweigungen.
Vertieft wird das Wissen im Bereich des objektorientierten Programmierens. Hierbei werden eigene Klassen aufgebaut und erstellt, Konzepte wie Vererbung, Konstruktoren, Polymorphie sowie die Überladung und das Überschreiben von Methoden behandelt. Weiterhin werden abstrakte Klassen, Interfaces, Adapterklassen, innere und anonyme Klassen sowie die Fehlerbehandlung mittels Exceptions vermittelt. Auch die Verwendung von Wrapperklassen wird eingeführt.
Fortgeschrittene Konzepte wie Rekursion, Dateiverarbeitung über Character- und Byte-Streams, die Serialisierung und Deserialisierung von Objekten sowie Multithreading werden erlernt. Darüber hinaus wird in die Gestaltung grafischer Benutzeroberflächen mit AWT und Swing eingeführt, einschließlich der Arbeit mit Layout-Managern und der grafischen Darstellung. Erste Schritte in der Programmierung von Desktop-Anwendungen mit JavaFX werden unternommen.
Zusätzlich werden Themen wie die Erstellung von JAR-Dateien, die Grundlagen regulärer Ausdrücke sowie die Druckerausgabe in Java behandelt. Im Datenbankbereich werden Kenntnisse zur Anbindung an Microsoft SQL- und MySQL-Datenbanken sowie zur Netzwerkprogrammierung und Remote Method Invocation (RMI) vermittelt.
Die erworbenen Kenntnisse werden in einer umfassenden Projektarbeit angewendet und vertieft. Die Ergebnisse dieser Projektarbeit werden dokumentiert und präsentiert.
Für den Bereich Softwaretesting werden grundlegende Kenntnisse des Testens vermittelt. Dazu zählen der Testbegriff, die Notwendigkeit des Testens, die sieben Grundsätze des Testens, der Testprozess sowie erforderliche Kompetenzen und bewährte Praktiken.
Im weiteren Verlauf wird das Testen innerhalb des Softwareentwicklungslebenszyklus betrachtet. Dabei werden das SDLC-Modell, verschiedene Teststufen (u. a. Komponenten-, Integrations-, System- und Abnahmetest) sowie unterschiedliche Testarten (z. B. funktionale und nicht-funktionale Tests) vorgestellt. Auch Regressionstests und Wartungstests werden behandelt. Retrospektiven und Maßnahmen zur Prozessverbesserung werden dabei berücksichtigt.
Ergänzt wird das Wissen durch eine Einführung in statische Testverfahren, einschließlich der Prüfung von Arbeitsergebnissen, den Aktivitäten im Reviewprozess sowie den unterschiedlichen Rollen, Verantwortlichkeiten und Reviewarten.
Darüber hinaus werden systematisch Testverfahren und -entwurfstechniken vermittelt. Es erfolgt eine Differenzierung zwischen Blackbox-, Whitebox- und erfahrungsbasierten Verfahren.
Im Bereich Testmanagement werden zentrale Inhalte wie das Erstellen eines Testkonzepts, die Planung und Schätzung, Risikomanagement, Testüberwachung und -steuerung, Konfigurationsmanagement sowie Fehlermanagement vermittelt.
Abschließend wird auf die Werkzeugunterstützung beim Testen eingegangen. Die Klassifizierung von Testwerkzeugen sowie Nutzen und Risiken der Testautomatisierung werden aufgezeigt.
Die Fortbildung endet mit einer intensiven Projektarbeit, die gleichzeitig der Vorbereitung auf die Zertifizierung „ISTQB® Certified Tester Foundation Level“ dient. Die Zertifizierung bildet den Abschluss der Qualifizierungsmaßnahme.